3. Januar 2017 | 11:34

Steuertipps zum Jahreswechsel

Tipps zur Einkommenssteuer 2016/17
Für Steuerpflichtige gibt es immer wieder neue Regelungen und Vorschriften. Und so ist es auch zum Jahreswechsel 2016/17. Einige neue Regelungen kommen Ihnen zugute. Sie müssen aber auch auf verschiedene Dinge achten und dürfen Termine nicht verpassen. Hier deshalb eine kleine Übersicht zum Thema Einkommenssteuer.

Abgabefrist nicht verpassen!

Wie in jedem Jahr endet die Abgabefrist für die Steuererklärung am 31. Mai. Haben Sie einen Steuerberater mit der Erstellung und Abgabe der Steuererklärung beauftragt, haben Sie bis zum 31.12.2017 Zeit.
Sind Sie nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet und möchten diese freiwillig abgeben, haben Sie bis zum 02.01.2017 eine Frist, um die Einkommenssteuererklärung von 2012 abzugeben.

Prüfen Sie, ob ein Wechsel der Steuerklasse interessant ist

Für eingetragene Lebenspartner und Ehepaare kann ein Wechsel der Steuerklasse sehr interessant sein. Haben Sie und Ihr Partner sehr unterschiedliche Einkommen, so kann es vorteilhaft sein, wenn der Besserverdienende sich für die Steuerklasse III und der Partner sich für die Steuerklasse V entscheidet. Bei gleichem Verdienst ist für Paare die Steuerklasse IV geeignet. Diese Regelungen gelten aber nicht, wenn Lohnersatzleistungen zu erwarten sind.

Eintragung von Freibeträgen nicht vergessen

Sie haben auch die Möglichkeit, über eingetragene Freibeträge Geld zu sparen. Freibeträge wegen außergewöhnlicher Belastungen, Sonderausgaben, erhöhter Werbungskosten oder anderer Belastungen können sofort mehr Netto bringen. Den Antrag auf einen Freibetrag können Sie bis zum 30.11. des laufenden Jahres beim Finanzamt einreichen.

Mehr Mindestlohn ab 01.01.2017

Ab dem 01.01.2017 wird der Mindestlohn angehoben und steigt von derzeit 8,50 € auf 8,84 €. Arbeitgeber sollten darauf achten, dass bei 450-€-Jobbern die Arbeitszeit kontrolliert und angepasst wird. Wird das vergessen, könnte durch die Anhebung des Lohns der Minijob, der sozialversicherungsfrei ist, in Gefahr geraten.

Steuern sparen mit verschobenen Aufgaben

Ales Arbeitnehmer sollten Sie darauf achten, ob Sie eventuell die Werbekostenpauschale von 1.000 Euro schon erreicht oder gar überschritten haben. Zusätzliche Aufwendungen können Ihre Steuerlast senken. Auch Handwerkerleistungen können noch sparen helfen. Sollte der Höchstbetrag bereits überschritten sein, verschieben Sie die Leistungen lieber auf das nächste Jahr.  Steuerlich geltend machen können Sie bei haushaltsnahen Leistungen 20 Prozent jedoch nicht mehr als 4.000 Euro im Jahr. Dazu benötigen Sie natürlich die Rechnung für die Leistungen. Und mit der Krankenkasse kann gespart werden, indem Sie die Kosten, die nicht von der Krankenkasse übernommen werden, bündeln.

Noch schnell zum Standesamt

Denn dadurch können Sie für das gesamte vergangene Jahr noch die gemeinsame Veranlagung wählen. Dieser Vorteil ist für Sie dann besonders interessant, wenn Sie und Ihr Partner unterschiedlich verdienen.

Mehr Rente, mehr Steuern

Im Juli ist das Rentenniveau in Deutschland gestiegen. Wer im Westen wohnt, erhielt 4,25 %, wer im Osten wohnt, konnte sogar 5,95 % verzeichnen. Durch die Erhöhung des Rentenniveaus werden aber viele Rentner steuerpflichtig ab dem Kalenderjahr 2016. Berücksichtigen Sie das.

Abschiedsfeiern leicht gemacht

Sie geben Ihren Abschied im Unternehmen? Dann können Sie die Kosten als Werbungskosten absetzen, sofern die Gäste aus Kunden, Kollegen und Geschäftspartnern bestehen, denn das spricht für eine berufliche Veranlassung. Der Bundesfinanzhof ist der Meinung, dass auch bei einer Feier, in der ein beruflicher und privater Anlass vermischt wurde, die Kosten für Gäste aus dem beruflichen Umfeld als Werbungskosten abgesetzt werden können.

Gesund Leben wird belohnt

Die Erstattung der Krankenkasse im Bonusprogramm muss nicht versteuert werden, denn der BFH hat festgelegt, dass dies gesundheitsbezogene Aufwendungen sind. Es lohnt sich also, daran teilzunehmen.

 

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