14. Dezember 2016 | 15:30

Geschenke zu Weihnachten – Was Unternehmen zu beachten haben

WeihnachtsfeierIn vielen Firmen wird Weihnachten mit den Mitarbeitern  gefeiert und Rückschau auf das alte Jahr gehalten. Dass die Mittel für die Feier aus Firmengeldern kommen, ist für die meisten Unternehmen selbstverständlich. Allerdings sollte die steuerliche Absetzbarkeit der Weihnachtsfeiern und auch der Präsente für Geschäftsfreunde hinterfragt werden. Das Finanzamt hat teuren Geschenken längst einen Riegel vorgeschoben und Höchstgrenzen festgelegt.

Geschenke für Geschäftsfreunde – das müssen Sie beachten

Machen Sie Geschenke für Geschäftspartner steuerlich geltend, müssen Sie einige Vorschriften beachten. Beim Preis dürfen 35 € netto pro Person nicht überschritten werden. Bei bestimmten Berufsgruppen wie Ärzten und Versicherungsvertretern liegt die Wertgrenze bei 35 Euro inklusive der Ust, da diese Berufsgruppen nicht vorsteuerabzugsberechtigt sind.

Natürlich muss es für jedes Präsent eine ordnungsgemäße Rechnung geben. Auf dieser Rechnung muss auch der Name des Beschenkten vermerkt werden. Kaufen Sie mehrere Geschenke über eine Rechnung, wird eine gesonderte Geschenkliste angelegt, auf welcher Name, Art und Höhe des Geschenkes vermerkt sind.

Buchhalterisch muss ein separates Konto angelegt werden – „Geschenke für Geschäftsfreunde“. Die Rechnungen müssen getrennt von anderen Kosten gebucht werden. Die Wertgrenze der Geschenke darf pro Person und Wirtschaftsjahr die Summe von 35 Euro nicht überschreiten. Wird dieser Betrag überschritten oder werden formelle Anforderungen nicht erfüllt, sind alle Präsente an diese Person nicht abzugsfähig.

Weihnachtsfeier für Arbeitnehmer – so sind die steuerlichen Anforderungen

Auch für Betriebsfeiern, zu denen die Weihnachtsfeier gehört, gibt es gesetzliche Vorschriften, die eingehalten werden müssen. Pro Jahr dürfen zwei Veranstaltungen stattfinden und steuer- sowie sozialversicherungsfrei ausgerichtet werden. Die Kosten je Veranstaltung und Arbeitnehmer dürfen einen Betrag von 110 Euro nicht übersteigen. Sollte dieser Betrag überschritten werden, muss der darüberliegende Teil versteuert werden.

An die Weihnachtsfeier sind bestimmte Bedingungen geknüpft, damit Sie Ihren Steuerberater beauftragen können, diese steuerlich geltend zu machen. So muss die Veranstaltung allen zugänglich sein. Als Zuwendungen im Rahmen einer Weihnachtsfeier werden alle Aufwendungen angesehen, die der Arbeitgeber hat. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Aufwendung einem Arbeitgeber direkt zu zurechnen sind  oder es sich um einen Anteil an der Veranstaltung handelt.

Wird der Betrag von 110 Euro nicht überschritten, bleibt der Betrag für den Arbeitnehmer ohne Folgen. Sollte der Betrag darüber liegen, so ist der darüberliegende Teil vom Arbeitnehmer zu versteuern. Das gleiche gilt auch, wenn der Arbeitnehmer an mehr als zwei Veranstaltungen teilnimmt. Der Betrag wird dann pauschal mit 25 Prozent versteuert.

 

Gerne prüfen wir Ihren konkreten Sachverhalt auf die möglichen steuerlichen/gesetzlichen Auswirkungen und beantworten Ihre offenen Fragen im Einzelfall. Bitte kontaktieren Sie uns dazu!

 

Bitte beachten Sie folgende Hinweise zum Haftungsausschluss:
Um die vorstehenden Texte „lesbar und interessant“ zu gestalten, werden keine Angaben zu Gesetzesparagraphen und auch möglichst wenige spezifische/steuerliche Fachbegriffe verwendet. Dies kann zur Folge haben, dass dadurch nicht alle denkbar möglichen Fälle einschließlich deren steuerlicher/gesetzlicher Auswirkungen detailliert und exakt erfasst werden. Aus diesem Grunde können und werden wir keine Haftung für die vorstehenden Textpassagen übernehmen und lehnen jegliche Haftung gleich aus welchem Grunde vollständig ab.