16. Juni 2016 | 9:47

Wenn das Auto Daten sammelt

Die Digitalisierung und Vernetzung hält zunehmend Einzug in moderne Autos. Internetzugang, Onboard-Navigationssysteme und On-board-diagnose (OBD) sammeln rund um die Uhr Daten und tauschen diese auch regelmäßig aus, z. B. mit dem Hersteller. Welche Daten dabei gesendet werden, ist dem Fahrer des Kraftfahrzeugs meist nicht bewusst. Der ADAC hat sich daher nun 4 aktuelle Modelle von BMW (i3 und 320d), Mercedes B-Klasse sowie den neuen Renault Zoe unter die Lupe genommen und untersucht, welche Daten gesammelt werden.

Demnach sendet der Mercedes alle 120 Sekunden die Position des Autos mitsamt Kilometerstand, Verbrauch und Reifendruck.

Darüber hinaus wird die Anzahl der Gurtstraffungen ermittelt, anscheinend benötigt Mercedes ein umfassendes Bewegungsprofil des Kunden. Bei BMW interessiert man sich neben dem Bewegungsprofil auch für die Anzahl der eingelegten CDs und DVDs und die letzten 100 Abstellorte.

Beim neuen Elektroauto von Renault geht man noch einen Schritt weiter, so lassen sich mittels Mobilfunk beliebige Informationen vom Auto auslesen und austauschen. Bei jeder Fahrt bzw. spätestens alle 30 Minuten wird ein Datenpaket (GPS-Position, Temperatur, Ladung und Spannung der Batterie) an Renault gesendet. Mittels des Mobilfunks ließen sich diese Funktionen auch beliebig erweitern.

Besonders pikant: Renault erinnert säumige Leasingkunden „unmissverständlich“. Sollte ein Käufer mit den Leasing-Raten im Verzug sein, kann das Aufladen der Batterie verhindert werden. Den Feldtest führt nun übrigens die Polizei Sachsen durch, seit dieser Woche gehören zur KFZ-Flotte 15 Elektroautos von Renault, hoffentlich nicht geleast… .

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Bei Fragen und/oder Anregungen kontaktieren Sie uns bitte unter s.huhle@wpreichert.de.

Dresden, den 9.06.2016

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